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Barcelona, 25.02.04
Vielleicht habt ihr es im Fernsehen gesehen oder zumindest in der Zeitung gelesen, hier in der Marina Port Vell wurde der erste internationale Petancapokal (auch bekannt unter Boule oder
Boccia) ausgetragen. 12 gemeldete Mannschaften kämpften um den Sieg. Durch spielerisches Können und eine taktische Meisterleistung konnte am Ende des spannenden Turniers die Mannschaft von SY SAREI den
ersten Platz erringen (siehe Foto).
Sicher wartet ihr schon gespannt auf neue Abenteuer von SAREI und ihrer Crew. Auch wir sehnen uns schon nach dem warmen Frühling und neuen Zielen. In der Zwischenzeit wird unser Bordalltag
durch die vielen bunten Straßenfeste in Barcelona unterbrochen. Letzte Woche feierte man Santa Eulalia, eine Schutzpatronin der Stadt. Ihr zu Ehren wurden auf dem Placa St. Jaume so genannte „Castellets“
gebaut. Gruppen aus verschiedenen Stadtteilen versuchen hierbei die höchste menschliche Pyramide zu errichten. Zusammen mit Tina und Karl (Besuch aus Deutschland) konnten wir dieses katalanische
Spektakel bestaunen.
„So was wollte ich auch schon immer mal machen. Aber jetzt mit Familie, Haus und Beruf geht es nicht mehr.“ So, oder so ähnliche Aussagen hörten wir vor unserer Abfahrt immer wieder. Was
dennoch alles möglich ist, zeigt die bunte Vielfalt der Menschen, die hier im Hafen leben. Jeder hat seinen ganz eigenen Weg gefunden den Traum zu verwirklichen. Pierre z.B. arbeitet zwei Wochen am Stück
nördlich des Polarkreises auf einer Bohrinsel und erholt sich dann vier Wochen auf seinem Boot in Barcelona. Seine Freundin hat hier, bei einem schwedischen Möbelhaus, Arbeit gefunden. Auf „KARI“, einem
irisch-australischen Segelboot lebt gar eine fünfköpfige Familie mit Hund. Seit letzter Woche gehen zwei der Kinder in eine örtliche Schule. Max, der jüngste Seemann im Hafen, erweiterte gerade mal vor
drei Wochen die Crew von „INDO“. Eine Wiege braucht er natürlich nicht!
In Südafrika verkaufte Peter alles was er hatte, baute sich im eigenen Garten ein Boot, packte seine Familie ein und segelte über Brasilien in die Karibik und dann weiter nach Irland. Dort hat
er inzwischen einen eigenen Betrieb und pendelt wochenweise zwischen Irland und Barcelona.
Hat man handwerkliche Fähigkeiten, speziell im Holzbau und im Kfz bereich (Dieselmotoren), kann man sich vor Arbeit kaum retten. Im Winter wird die Bordkasse für die Sommermonate aufgestockt.
Was man alles erleben kann, wenn man die viel befahrene Hauptstraße des Lebens verlässt, könnt ihr weiterhin auf dieser Seite lesen, oder auch selbst mal ausprobieren.
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