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Raiatea, Uturoa, den 06.09.06
Höher und höher schiebt sich der Buckelwal aus dem Wasser, für Sekunden scheint er in der Luft zu verharren bis er mit einem lauten Platsch zurück in sein Element findet. Haushoch spritzt die Wasserfontäne
zu beiden Seiten in den Himmel. Noch vier bis fünf Mal katapultiert er seinen tonnenschweren Körper aus dem Wasser. Ob das ein Freudentanz ist, oder ob er nur seine Parasiten loswerden will?
Dieses Schauspiel findet vor Moorea statt, einer der schönsten Südseekulissen, die man sich vorstellen kann.
Der Anker fällt in der Opunohu Bay. Die Bucht, in der 1777 schon Captain Cook geankert hat.
Um unsere müden Seglerbeine mal wieder in Schwung zu bringen, legen wir einen Wandertag ein. Nach drei Stunden Fußmarsch und 260 Höhenmeter (Lufttemp.: 30 Grad, Luftfeuchte: 80%) erreichen wir unser Ziel,
den Belvedere. Auf einer Aussichtsplattform genießen wir den Ausblick und unser Picknick.
„Da vorne muss die Stelle sein!“ Zusammen mit unseren holländischen Freunden von der „Tradewind“ wollen wir Schnorcheln, um Stachelrochen zu beobachten. Kaum sind wir im Wasser kommen 10-15 dieser Tiere im
Formationsflug angeschwebt. Unser Pulsschlag erhöht sich spürbar als die zwei Meter großen Rochen direkt auf uns zu schwimmen. Vor Menschen haben sie keine Angst und man kann sie sogar anfassen und streicheln.
Nur vor dem langen Schwanz mit dem Giftstachel muss man sich in Acht nehmen.
Zehn Meter weiter links kreisen im respektvollen Abstand fünf Schwarzspitzenhaie. Sie würden wohl auch gerne etwas von dem Fisch abhaben, der für die Rochen bestimmt ist. Tief beeindruckt von dem Erlebnis
fahren wir zurück zu „Sarei“.
Ein Nachttörn trennt uns von unserem nächsten Ziel Huahine (bedeutet „schwangere Frau“). Bei 30 Knoten Wind und vier Meter hohen Wellen haben wir keinen Spaß und sind froh, als wir am frühen Morgen auf die
Leeseite der Insel segeln können.
Wir mieten uns zwei brandneue Mountainbikes und erkunden die Insel mit Muskelkraft. Die brauchen wir wirklich, denn auf der Vulkaninsel geht es bergauf und bergab. „Bonjour oder Iaorana“ grüßen uns die
Einwohner vom Straßenrand. Mit ihren freundlichen Bewohnern und der schönen Landschaft sind wir schnell dem Charme von Huahine erlegen.
Doch unser Zeitplan drängt zur Weiterfahrt, nur einen Katzensprung entfernt liegt die Doppelinsel Raiatea und Tahaa. Nach einem schönen Segeltag legen wir am Stadtkai von Uturoa an.
In der nächsten Folge „Sarei auf großer Reise“, könnt ihr über unsere letzte Insel in Französisch Polynesien Bora Bora, Aitutaki in den Cookinseln und gegebenenfalls von dem Königreich Tonga lesen.
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