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Segelschule Weblogbuch
SBF-Kurs II
3.8. bis 17.8.2008
Logo der DJH-Segelschule
Anerkannte Ausbildungsstätte und
 Mitglied des Fachverbandes
Deutscher Sportbootschulen e.V.

 
Tag 1: Sonntag
Motto des Tages: „Verschieben und Vertagen“

Nach mehreren erfolgreichen Verschiebungen und Vertagungen begann schließlich heute um 17.00 unser SBF-Kurs. Wir sind eine durchmischte Gruppe von 17 Personen. Einige sind, was das Segeln angeht, völlige Neulinge, andere kamen um ihre Kenntnisse zu vertiefen. Leider hatte der Zwischenahner Wels das mit dem „Vertiefen“ irgendwie falsch verstanden und riss gleich beim Schnuppersegeln einen Teilnehmer in die Tiefen des Zwischenahner Meers. Die erste Besanschot war also auch schon gesichert. Nachdem wir nun also alle den Wels kennen gelernt hatten, mussten wir uns nur noch gegenseitig kennen lernen. Und wie sollte das besser gehen als in einem zweistündigen Vorstellungsmarathon? Dabei entdeckten wir verschiedene erstaunliche Gemeinsamkeiten. So arbeiten zwei Teilnehmer im selben Werk, kannten sich jedoch, bevor sie herkamen, nicht. Außerdem haben wir die Kinder von mehreren Zwischenahnpaaren dabei. Olaf, der ab jetzt nur noch „el cheffe“ genannt werden will, faselte schon während des Abendessens von D-Zügen und der Zeit, als diese noch fuhren, und an jedem Bahnhof 15 min hielten um den angehängten Postwagon zu entladen. Den Schlusssatz verschieben und vertagen wir heute – getreu des Mottos des Tages.
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Tag 2: Montag
Motto: Vom Winde verweht

Heute Nachmittag wollten wir, nachdem wir vormittags unsere erste Theorie absolviert hatten, zum ersten Mal richtig segeln gehen. Leider meinte es der Wind aber ein bisschen zu gut mit uns, sodass gleich die erste Praxis buchstäblich vom Winde verweht wurde. Also entschieden wir uns die Theorie von Dienstag vorzuziehen um dann, vorausgesetzt der Wind stimmt, am Dienstag den ganzen Tag segeln gehen zu können. Nach der Theorie beschlossen die Teilnehmer noch schwimmen zu gehen. „Wenn wir schon nicht auf´s Wasser können, gehen wir eben ins Wasser.“ Nachdem wir allerlei Fett verbrannt hatten, mussten die Reserven natürlich wieder aufgefüllt werden. Dies ging am besten in einer Eisdiele, die wir unseren Bedürfnissen entsprechend umräumte und einen riesigen Stuhlkreis von 17 Personen kreierten, was vor uns wohl noch nie ein Mensch geschafft oder auch nur versucht hat.
Nach 17 Eisbechern entdeckten wir auf unserem Rückweg durch den Kurpark das Kind im Segler und stellten fest, dass wirklich 17 wohlgenährte Personen auf eine Wippe passen und wurden sogleich zur Touristenattraktion. Vor allem Markus fühlte sich so richtig wohl:“ Ich war seit 20 Jahren nicht mehr auf einer Wippe“. Doch irgendwann musste auch er sich von seinem neuem Spielzeug losreißen, denn wir hatten beschlossen noch ein Lagerfeuer mit Gesangseinlage zu machen. Als alle mit Liederbüchern versorgt waren, ging es auch schon los. Mit musikalischer Unterstützung von Katharina und Stefan haben wir so manchem Lied eine eigene Note verpasst. Auftretende technische Probleme – auch mit Klaus Lage – wurden gekonnt überspielt. Wir ließen den Tag mit einer schönen Seilbahnfahrt ausklingen.
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Tag 3: Dienstag
Motto: Theorie war gestern, Praxis ist heute!

Der Tag: Essen-Segeln-Essen-Segeln-Essen-Kentern
Zur Erklärung: Um das gestern gelernte auch in die Tat umzusetzen, fingen wir gleich nach dem immer leckerem Frühstück zu segeln an. Zwei von uns zogen die Abendübung spontan in den Morgen vor. („Natürlich nur um nach verschollenen Kontaktlinsen zu suchen“). Die anderen übten fleißig das Spur halten, Wenden und Aufschießen, was bei diesem Wetter auch ziemlichen Spaß machte. Nach dem „ Light-Lunch“ und einer kurzen Ruhepause, die die meisten von uns zum Schlafen nutzten, ging es gleich wieder aufs Wasser. Diesmal war es jedoch etwas entspannter. Mit höchstens zwei Windstärken ging es fröhlich weiter mit den Manöverübungen und sogar die Laser-Crew schaffte es, 100% der Zeit über Wasser zu segeln. Zum Abendessen konnten wir uns glücklicherweise mal in der Sonne auf der Terrasse niederlassen.
Doch der Schein trügt, denn kurz danach brachten wir wieder in Richtung Wasser auf, diesmal jedoch zum Kentern, was die wasserscheuen Teamer trotz hüfttiefen Wasser mit Bravour vormachten und alle mit Eifer nachzumachen versuchten. Den meisten gelang dies sogar recht elegant, fest steht aber, dass jeder seinen eigenen Stil entwickelte.
Um das endlich trockengelegte Beachvolleyballfeld einzuweihen, ging es gleich nach dem Bootreinholen los und wir bewiesen, dass es ohne Regeln doch am Schönsten ist. Ausklingen ließen wir den Tag frisch geduscht und trockengelegt in gemütlicher Runde draußen vor dem Bootsschuppen.
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Tag 4: Mittwoch
Motto:Wer hält eigentlich das Patent auf die Halse?

Heute morgen haben wir im Theorieunterricht Gesetzeskunde und Ausweichregeln gelernt. Nach einem leichten Mittagessen ging es dann raus zum Segeln. Bei angenehmen Windverhältnissen sind wir erfolgreich den Ausweichregeln ausgewichen. Mit diesem guten Wind sind wir über den See geeiert, wobei sich nur ein Laser kurz abgekühlt hat. Nach dem heutigen Motto versuchten sich alle mehr oder weniger erfolgreich am Halsen. Dabei waren zwar einige Patenthalsen, aber Beulen am Kopf gab es zum Glück nicht. Auch am Abend zeigte sich der Wind noch wenig und bei gefühlten 0,4 Windstärken machten wir uns auf nach Dreibergen. Durch den Reiseproviant lagen die Zugvögel etwas tiefer als sonst, aber Teile des flüssigen Vorrats wurden auf der Hinfahrt schon Fachgerecht vernichtet. Im Hafen geankert begannen wir die von den Teamern aufregende, gefährliche und lange Gipfelbesteigung. Aber die Gruppe die auf einen Berg stieg kam von einem Hügel herunter. Auch hier gab es wieder Wippen, welche natürlich von uns ausgiebig getestet und für gut empfunden wurden. Im abendlichen Dämmerlicht trieben wir zwei Stunden zurück und beobachteten die Sterne oder machten ein Nickerchen auf dem Vorschiff.
Gute Nacht und Prost!
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Tag 5: Donnerstag
Motto: Achtung Blitzer, bitte lächeln!

Morgens gab es Segelphysik von „el Cheffe“. Wir wissen nun woher der Wind kommt, wie wir mal ordentlich Gas geben können und die Segel perfekt einstellen. Voller Erwartungen mal richtig schnell über den See zu fahren sind wir nach dem Mittagessen auf die Boote gegangen. Leider schwächelte der Wind am Nachmittag etwas und versteckte sich erfolgreich. Aber auch ein Sonnenbad hat etwas Entspannedes. Pünktlich zum Abendessen kam der Wind mit ordentlich Regen hinter einer Gewitterwand hervor. So schnell waren wir noch nie im Hafen! Dort angekommen gingen wir zum gemütlichen Teil im Bootsschuppen über mit Knabberzeug und Trinken in chilliger Runde.
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Tag 6: Freitag
Motto: Der Wels sieht alles

Mittlerweise fällt uns das Aufstehen morgens merklich schwerer, aber irgendwann haben wir es dann doch alle geschafft. Pünktlich um 9 starteten wir tutend und klingelnd in die Theorie,suchten und fanden uns,lernten über Licht und Dunkel und wo,wann,wem ein Licht aufgehen und welche Farbe dieses Licht haben sollte.
Wir waren sogar so schnell,dass am Horizont noch Wetterkunde aufziehen konnte und so wehten wir noch durch manchnes Hoch und Tief.
Nach unserer Mittagspause wurde die Wetterkunde allerdings zu sehr in die Praxis umgesetzt, sodass wir eine kurze Zwangspause einlegen mussten, die aber unseren passiv-Sport-Begeisterten sehr gelegen kam, weil sie noch die Olympia-Eröffnungsfeier sehen konnten.
Irgendwann durften wir dan doch auf den See und unsere Aufgabe des Tages lösen, ein perfekt gesegeltes Mann/Frau-über-Bord-Manöver.
Allerdings traute uns unser Kindergarten-Oberleiter doch noch nicht so ganz und wir mussten leider die Seemänner und Seefrauen durch Bojen und diese wiederrum durch Schwimmwesten ersetzen.
Diese wurden zu Beginn unserer Fahrt mehr oder weniger erfolgreich eingesammelt und um das Ganze aufzupeppen, fuhren wir zu Ende auch noch ein richtiges Frau-über-Bord-Manöver.
Währenddessen heitzten die Teamer mit einem Laser und Gennakersegel über den See und nahmen aus Versehen so mancher Jolle die Vorfahrt.
Beim gemütlichen Cocktailabend hatten wir viel Spaß mit „gruppendynamischen Spielen“.
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Tag 7 Samstag
Motto: Vom Suchen und Finden

Nach unserem Cocktail-Abend am Freitag kamen wir entsprechend langsam aus dem Bett, um am Vormittag die Theorie des Motorboot-Aufbaus zu lernen. Dabei konnten wir das seltene Phänomen des Aufziehens von Wolken (WOLKEN) im Bootshaus beobachten.
Anschließend sollten wir die Theorie in die Praxis umsetzen, was einigen beim Motorbootfahren mehr oder weniger gut gelang und wir das Hafenbecken und den ZSK-Steg in Rundumsichten genießen konnten und beschlossen, erst einmal nicht voneinander gerettet werden zu wollen.
Nicht alle kamen zum Motorbootfahren, da der Vormittag wieder einmal viel zu schnell vorbei war und alle zum Mittagessen wollten. Nach der Mittagspause ging es dann zum Segeln. Trotz aller Planungen haben wir es dann nicht geschafft, unsere Segelzeit zu verkürzen, um pünktlich mit dem Bergfest anzufangen, sondern blieben doch länger auf dem Meer als geplant. Nachdem alle geduscht und umgezogen waren, feierten wir unsere Halbzeit, das Bergfest!
Wir kamen uns näher beim Knotenspiel und versuchten uns auf die jeweilige andere Seite zu ziehen beim Tauziehen, welches von einem der Teamer mit einer genialen Idee schlagartig beendet wurde (1, 2, 3 und dann ziehen wir ruckartig!).
Wir erprobten unsere kreativen und schauspielerischen Fähigkeiten und mussten mit Erschrecken feststellen, dass sich hinter unserem netten Chefteamer in Wahrheit ein schuhplattlernder, schamanischer, medizinmännischer Jäger verbirgt.
Nach dem obligatorischen Bunny schlugen wir uns mit gegrillten Leckereien den Bauch voll. Beim Einbruch der Dämmerung und nachdem jeder schon ein bis zwei Gläsel Bowle getrunken hatte, zogen wir zu Auflockerung los, um uns im Dunkeln zu finden. Siebzehn mit geschlossenen Augen über eine Wiese tappende Seglerinnen und Segler fanden sich unter Goofy-Rufen.
Wir ließen den Tag mit melodischen Gitarrenklängen und schrägem Gesang am Lagerfeuer ausklingen.
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Tag 8 Sonntag
Motto: Wir singen wie wir segeln

Sonntag endlich frei?!- Falsch gedacht.
Wegen dem bevorstehenden Test wurde unserem Frühstück ein jähes Ende gesetzt, denn die Segelcrew musste noch ihre Wissenslücken schließen. Dann brüteten wir 45 Minuten lang über die Vielfalt der Segelwelt. Anschließend kam die Erlösung: freie Zeit. Während die Einen aufbrachen, um die Bad Zwischenahner Sehenswürdigkeiten zu erkunden, holte der Rest der Mannschaft den verpassten Schlaf der letzten Woche nach. Damit ja keine Minute Schlaf verloren ging, wurde das Mittagessen von mehreren Leuten im Pyjama eingenommen. Im Mittelpunkt stand danach das „Löffeltierchenfussballbattle“ der Teamer gegen Olafs vierjährige Tochter Lina. Die Südländer der Gruppe vergnügten sich derweil auf dem Aussichtsturm und auf den Fitness-Days in Bad Zwischenahn. Wieder zurückgekehrt zum Bootshaus genoss die Mehrheit der Gruppe die hier äußerst seltenen Sonnenstrahlen. Währenddessen erprobten die Teamer ihr Können auf dem stürmischen Bad Zwischenahner Meer. Nach dem Abendbrot, das äußerst kritisch beäugt wurde, fanden sich nach und nach alle in der Chill-Area Nr. 41 ein. Eintritt wurde nur mit Decken und Kissen gewährt. Wir probierten es mit Gemütlichkeit und stimmten einige Lieder, leider in leicht „gekrängter“ Tonlage, an. Doch zum Glück nahte bald Rettung in Gestalt unserer Teamer.
Doch leider sind sie auf dem Land nicht ganz so gut wie auf dem Wasser, weshalb unser Niveau nicht anstieg. Schuld daran war diesmal nicht der Wels, sondern vielmehr das hochprozentige Blumenwasser. Trotz des verzweifelten Versuchs unserer beiden Nesthäkchen, die Gruppe durch Björns Flugkünste zu animieren, fielen den meisten bald die Augen zu. Allerdings fanden nicht alle durchgehend Schlaf aufgrund der beengten Liegeverhältnisse.
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Tag 9: Montag
Motto: Zucker im Tank

Best of Test I
Seemannsknoten sind schnell geknotet, leicht geöffnet und sehen immer gleich aus.

Was ist Luvgierigkeit? Boot fährt eher nach Lee
Wie kann man sie beheben? Man muss die Pinne nach Backbord richten
Fahrzeug mit mitlaufender Maschine: Tagsüber >> Stb grüne Fahne; Bb rote Fahne
Palsteg dient zum Anlegen über Pfahl
Stoppersteg dient zum Stoppen des Bootes
Der Motor geht spontan aus, weil Zucker im Tank ist.
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Tag 10: Dienstag
Motto:wir können auf jeden noch so besonderen umstand eiskalt reagieren

Obwohl wir nun schon seit mehr als einer Woche über das "Meer" kreuzen, lernten wir heute, was man alles dabei haben sollte, falls es uns mal ohne unser Mobo auf die hohe See verschlägt. Wir sind uns nur noch nicht so ganz sicher, wie das alles auf einen kleinen Laser passen soll.;-)
Da der Wind nachmittags aus allen Rohren blies, wurde das Motorboottraining immer wieder dadurch unterbrochen,dass den Lasern, die schon draussen waren, geholfen werden musste die Boote wieder aufzurichten. Nach 2 Stunden segeln stand der neue Kenterrekord dann auch bei 10 Mal Kentern an einem Tag.
Mal sehen,wer das so schnell toppen kann, unsere Kenterprofis hoffen,dass diese Bestmarke in den nächsten Jahren nicht allzu bald überboten wird.

Da dieser Tag ziemlich aufregend und anstrengend war, gingen wir alle nach gemeinsamen Eisessen im Bootshaus relativ früh zu Bett, bis auf eine kleine Runde unbeugsamer Segler,die im T5 noch Cocktails trank, um unsere Crushed-Ice Reste zu vernichten.
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Tag 11: Mittwoch
Motto: Wir lieben die Stürme und brausenden Wogen in unseren Köpfen und auf dem Meer

Nach dem gestrigen Abend mit etwas gedrückter Stimmung fanden wir uns mehr oder weniger verschlafen zum Frühstück ein (wir frühstücken auch immer später), das diesmal bei den meisten relativ kurz ausfiel, um noch vor 9 Uhr Flaggen, Lichter, Töne und merkwürdige Abkürzungen in unsere Köpfe zu bekommen. Punkt 9 Uhr starteten wir mit unserem zweiten Theorietest, der sich lange eineinhalb Stunden hinzog, was bei manchen zu Schreibbeeinträchtigungen führte. Leider hatte der Wels heute Schluckauf, was sich in Stürmen und brausenden Wogen niederschlug, so dass wir leider nicht aufs Wasser konnten. Während unsere Teamer die undankbare Aufgabe hatten, unsere Testbögen zu korrigieren, wurden einige von uns hinterrücks hingemeuchelt (natürlich nur im Spiel) oder spielten Volleyball. Nach dem Mittagessen hofften wir, im Schlaf besseres Wetter herbeizaubern zu können, was uns irgendwie nicht ganz gelang. Dann verbrachten wir den Nachmittag mit lustigen Frage-/Antwortrunden aus dem Theorieteil. Ab und zu linsten wir immer wider auf die Fahnen, wie stark der Wind ist. Anschließend besprachen wir die Antworten auf die Testfragen, wurden aber vom Hunger unterbrochen. Abends beschäftigten wir uns nochmals mit den Knoten.
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Tag 13: Freitag:
Motto: Wir segeln der Sonne entgegen.

Heute morgen begannen wir den Tag statt wie gewohnt um 8 Uhr mit frühstücken schon um 5Uhr und zwar mit Sonnenaufgangssegeln. Eigentlich wollten wir einmal den See umrunden, aber nach der dritten Tonne mussten wir leider aufgeben, weil es schon Zeit zum Frühstück war. Wir hatten absolut gar keinen Wind und so mussten wir in den Hafen paddeln, um das Frühstück nicht zu verpassen. Nach dem Frühstück wollte der Wind immer noch nicht so recht, sodass wir beschlossen lieber noch ein bisschen Theorie für die Prüfung morgen zu lernen. Nach dem leckeren Light-Lunch am Mittag ging es dann aber doch noch auf den See hinaus. Wir segelten, wenn auch langsam, alle Manöver und die Teamer waren zuversichtlich für die am nächsten Tag anstehende Prüfung. Nach dem Abendessen gab es noch eine kurze Besprechung und dann gingen auch schon alle Teilnehmer ins Bett um für den nächsten Tag ausgeschlafen zu sein. Die Teamer vergnügten sich noch eine Weile auf der Zwischenahner Woche.
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Samstag
Motto: Der Tag der Entscheidung

Heute war es dann leider soweit, der Tag der Prüfung war gekommen und beim Frühstück gingen die meisten noch einmal im Stillen alles Gelernte von Takelungsarten bis Wetterkunde durch. Als erstes schrieben wir den theoretischen Test, der dann doch nicht in der von uns erwarteten Katastrophe endete, sondern insgesamt machbar war.
Nach der praktischen Motorbootprüfung "trieben" dann der Reihe nach unsere Jollen dem Prüfer die Manöver vor, Wind war kaum vorhanden und deswegen lief auch bei diesem Teil alles glatt.
Nach dem Segeln durften einige von uns dann noch Knoten bei einem waschechten Kapitän der " Alexander von Humboldt" vorführen, der uns auch ein wenig über das Schiff erzählt hat.
Wir konnten es alle gar nicht fassen, als jeder von uns den Schein in die Hand gedrückt bekam und vor lauter Freude schrien wir mit einer Besanschot den ganzen See zusammen.
Nachmittags durften wir nun auch offiziell alleine den See unsicher machen und mit 3 Zugvögeln brachen wir auf nach Dreibergen, wo wir aber nie eintrafen, da wir uns unterwegs immer gegenseitig enterten und von Kurs abbrachten. Auf dem orangen Zugvogel gab es sogar einen Verletzten, der aber weiter mitsegelte.
Gegen Abend legten wir alle wieder am Steg an und trafen Vorbereitungen für unser Abschlussfest.
Phillip stand für einen Bruchteil einer Sekunde dank eines fehlerhaften Steckers unter Strom und wurde ins Krankenhaus gefahren. Wir anderen erwarteten seine Rückkehr bei Bowle und einem Stück Pizza. Natürlich sangen wir auch wieder Lieder, heute sogar die letzte Strophe von unter den Wellen, da wir ja alle bestanden hatten. Für den T5 hatten wir noch ein kleines Segelboot mit einem Foto von jedem von uns besorgt, dass von Marie auf den Namen "Dirk" getauft wurde.
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Über den Wellen, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Jeder hat ein bisschen Inhalt gerafft
und heute irgendwie die Prüfung geschafft
die Teamer haben sich viel' Sorgen gemacht
und am Ende gelacht

Ausklingen ließen wir den Abend im T5, der mit uns allen randvoll war.
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Sonntag:
Diejenigen, die die Nacht mehr oder weniger bequem im T5 verbracht hatten, wurden von unseren bayrischen Mitseglern morgens früh geweckt, weil sie leider schon aufbrechen mussten.
Der Rest traf sich beim Frühstück und packte dann Sachen und räumte geschlossen den Bootsschuppen auf. Außerdem brachten wir den blauen Zugvogel wieder ins Wasser. Ein bisschen bedrückt waren wir dann schon, als auf einmal alles vorbei war und die ersten losfahren mussten. Wir versprachen uns gegenseitig alle zum Nachtreffen zu kommen und vorher Fotos auszutauschen.
Vielleicht schafft der eine oder andere es ja in nächster Zeit segeln zu gehen getreu unserem Motto:


Theorie war gestern, Praxis ist heute!!
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Unser Nachtreffen in Grou (Holland) 30.4-3.5.09
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Donnerstag: „Seid ihr alle da?“

Nach einer viel zu langen Winterpause stand endlich mal wieder Segeln auf dem Programm. Geplant war ein Nachtreffen und so machten wir und aus allen Ecken Deutschlands (und sogar Dänemark) auf nach Grou in Holland.
Während die Bayern und die Baden noch auf der Autobahn standen oder fuhren erkundete der Rest schon mal den Ort. Neben viel Wasser, hübschen Hafenanlagen und einer Mole fanden wir auch zwei Spielplätze. Dann kam der erste Schock: Holländische Spielplätze haben keine Wippen! Als Ersatz musste dann ein Karussell herhalten, was aber natürlich nur halb so lustig ist wie Gruppenwippen.
Anschließend ging es dann zurück in die Herberge, wo dann auch der Rest der Gruppe zügig eintraf. So konnten wir das Nachtreffen feierlich mit einem Begrüßungs-Bunny und einer Besanschot beginnen.
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Freitag: „Wir haben auch Sumoringen“

Nach dem Frühstück konnten wir endlich unsere Boote, 3 Polyfalken abholen. Dann noch schnell Proviant und Sonnencreme einpacken, eine kurze Tourenplanung und los geht’s. Das Motoren aus de Kanal ins offene Wasser klappte noch gut, aber dann tauchten doch die ersten Fragen auf: Wie setze ich eigentlich ein Gaffelsegel??? Aber auch das Problem konnte schnell gelöst werden und als, dank einem guten Draht nach oben, auch der Wind noch ein wenig zulegte stand dem vollen Segelvergnügen nichts mehr im Wege.
So konnte dann auch das erste gesteckte Ziel schnell erreicht werden und wir entschieden uns für das volle Holland-Segel-Programm: Kreuzen in engen Kanälen und Mast legen, um unter Brücken hindurch fahren zu können. Sogar unsere Starkstangen konnten wir, wenn auch notgedrungen, einsetzen.
Auf dem Heimweg haben sich dann zwei ganz mutige noch ins Wasser getraut um festzustellen, das a.) das Wasser noch sau kalt war und b.) so ein Boot vom Wasser aus gesehen ganz schön schnell weg fährt. Das fachmännische einsammeln der Schwimmer klappte dann aber schnell und problemlos.
Nachdem dann auch das letzte Boot angekommen war und jeder noch etwas Warmes zum Abendessen bekommen hatte ging es an die Planung des Abendprogramms. Auf die Frage, ob wir uns das Twister-Spiel der Herberge ausleihen könnten bekamen wir nur die Antwort: „Wir haben auch Sumoringen.“
Also wurde ein Ring aufgebaut und die ersten Freiwilligen mit Sumoanzug und Helm ausgestattet. Während manche Kämpfe dank den Judokenntnissen des einen Kämpfers ein schnelles Ende fanden endeten andere Kämpfe eher mit einem Technischen-KO, bei dem beide Ringer lachend übereinander fielen.
Nach einigen Runden Twister ging es dann nochmal raus. Erst auf die Mole für eine Besanschot und hinterher wieder auf den Spielplatz zum Karussell fahren und Knoten Spiel spielen.
Anschließend ließen wir den Abend dann in der Herberge bei Stapeln, Klopfen, Uno und Tischtennis ausklingen.
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Samstag: „Wo kommen die vielen Menschen in der Herberge her?“

Samstags morgens ging es dann wieder auf die Boote und aufgrund der Erfahrungen vom Vortag entschieden wir uns gleich für eine große Tour quer durch die Seen und Kanäle rund um Grou. Zwar hatten wir, wie am Vortag auch, immer mal wieder mit gefährlichen Untiefen zu kämpfen aber dank unserer Starkstangen und ab und zu auch der Motoren kamen alle Boote immer wieder recht schnell frei und konnten das Segelvergnügen fortsetzten.
Gegen Mittag entschieden wir uns dann für ein Picknick auf dem Festland und fanden auch schnell eine dafür geeignete Wiese auf der wir uns unsere Lunchpakete schmecken ließen und die Sonne genossen.
Auf unserer Rückfahrt bekamen wir nochmals die Gelegenheit uns im Mastlegen zu üben, was aber mittlerweile kein Problem mehr darstellte.
So kamen wir nach einem wunderschönen Segeltag pünktlich zum Abendessen wieder in unserer Herberge an und erlebten dort eine kleine Überraschung: Die Jugendherberge war voll mit Menschen, es wurde getanzt und es gab Livemusik.
Zwar hatten wir gesagt bekommen, dass eine Ruderregatta stattfinden sollte, hatten jedoch nicht geahnt, dass uns das so direkt betreffen würde. Abendessen gab es also an diesem Tag aus Plastikgeschirr inmitten der Party.
Später entschlossen wir uns dann noch den letzten Abend in einem Teehaus ausklingen zu lassen und wurden dort beim bezahlen noch mit der Aussage der Bedienung: „Getrennt bezahlen? – Ne, geht nicht, ist zuviel!“ überrascht.
Wieder zurück in der Jugendherberge schrien wir noch eine Besanschot und beschlossen, dass das nächste Nachtreffen am Chiemsee stattfinden soll. Dann machten wir es uns noch an der Bar gemütlich.
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Sonntag: „Oh, schon vorbei!“

Sonntag war leider schon unser Abreisetag und somit verabschiedeten sich die Ersten von uns schon während des Frühstücks. Die Anderen frühstückten noch gemeinsam und räumten dann anschließend die Zimmer um sich auf die teilweise doch sehr lange Heimreise zu machen.
So ging das wunderschöne Nachtreffen unseres SBF-Kurses zu Ende.
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